EWI5000 – Top Blaswandler von Akai professional

Das EWI5000 von Akai Professional ist seit 2014 erhältlich. Was das EWI5000 kann und welches seine Merkmale und Besonderheiten im Vergleich zu anderen Blaswandlern und klassischen Blasinstrumenten sind, erfährst du in den folgenden Abschnitten.

Nach meiner Wahrnehmung dürfte das EWI5000 inzwischen eines der verbreitesten elektronischen Blasinstrumente sein. Kein Wunder, denn der japanische Elektronikriese Akai gehört neben Roland (Aerophone AE-10) zu den Marktführern in Sachen Blaswandler. Akai Professional als Musiksparte des Unternehmens hatte sich bereits mit den Vorgängerprodukten EWI USB und EWI4000s ins Rampenlicht gespielt.

Preis Akai EWI5000

Das Akai EWI5000 kostet rund 600 Euro. Mit diesem Preis liegt das Instrument im Mittelfeld im Vergleich zu anderen Blaswandlern, die zwar deutlich weniger, aber auch deutlich mehr kosten können.

Nach meiner Erfahrung haben Thomann oder Gear4Music faire Preise, aber manchmal gibt es das Instrument auch bei Amazon günstig*
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EWI5000: Hauptunterschiede zu anderen EWI-Modellen

Eigene Soundbibliothek

Das EWI5000 hat eine eigene Soundbibliothek. Akai setzt beim EWI5000 auf Soundsamples, das heisst, der Ton wird auf Basis von echten Aufnahmen der Instrumente erzeugt. Hier liegt ein entscheidender Unterschied zum (nicht mehr produzierten) EWI4000s, welches auch über ein integriertes Soundmodul mit vorgespeicherten Sounds verfügt, dabei aber auf komplett synthetische Software-Instrumente zurückgreift.

Mit dem EWI5000 verfolgt Akai somit den Anspruch, die Sounds möglichst naturgetreu zu imitieren. Die unterschiedliche Klangerzeugung beim EWI5000 und beim EWI4000s hat aber zur Folge, dass im EWI5000 gespeicherte Klänge nicht auf das EWI4000 übertragen werden können oder umgekehrt. Das EWI USB hat im Unterschied zum EWI5000 keine eigenen Sounds.

In einem separten Blogbeitrage habe ich Beispiele zu allen EWI5000-Sounds zusammengestellt.

Wireless-Funktion

Das EWI5000 kann durch einen integrierten Funkempfänger kabellos gespielt werden kann. Dies betrifft allerdings nur die Audioübertragung der gespeicherten Klänge. Wenn das EWI5000 als MIDI-Controller genutzt wird, also MIDI-Daten übertragen soll, muss es weiterhin per Kabel an den Computer oder ein externes Soundmodul angeschlossen werden. Alternativ kann ein zusätzliches Wireless-MIDI-System zusammen mit dem EWI5000 eingesetzt werden, z. B. der MIDI Jet Pro USB – was natürlich zusätzliche Kosten bedeutet.

Das Grundschema und die Grundform der EWI-Modellreihe wurde indes beibehalten: Wer zum Beispiel das EWI4000s schon kennt, muss keinen Fingersatz neu lernen. 

EWI5000-Eckdaten und Lieferumfang

Das EWI5000 kommt nüchtern und schnörkellos im Karton mit Styroporschutz. Ein Instrumentenkoffer ist nicht dabei, was ich sehr schade finde. Der überwiegend schwarz gehaltene elektronische Musikinstrument ist 67 Zentimeter lang und misst in Breite und Höhe jeweils sechs bis sieben Zentimeter. Das EWI5000 wiegt rund 850 Gramm. Siehe auch: Wie viel wiegen Blaswandler? 

Design und Haptik des EWI5000 machen auf mich einen wertigen Eindruck. Mit Ausnahme des eckigen Querschnitts erinnert mich der Blaswandler am ehesten an eine vollschlank geratene Klarinette oder Oboe. Im Lieferumfang enthalten sind das elektronische Blasinstrument mit aufladbarer Lithium-Ionen-Batterie, Funkempfänger, Tragegurt, USB-Kabel, USB-Netzteil sowie eine kurze Anleitung. Spartanisch, aber komplett.

Erste Schritte und Tonerzeugung

Der trotz spärlichen Zubehörs solide Ersteindruck des EWI5000 wurde für mich mit dem umständlichen Einsetzen des Akkus auf die Probe gestellt. Dazu muss zuerst mit einem Kreuzschraubenzieher die Batteriebadeckung abgeschraubt und der mitgelieferte Akku eingesetzt werden. Ein Schraubenzieher ist allerdings nicht dabei und hat man keinen passenden in der Werkzeugkiste, ist der Gang in den nächsten Werkzeugshop nötig – hier könnte Akai wohl noch etwas von IKEA lernen: Bitte alles mitliefern, was man für die Inbetriebnahme benötigt ...

Ist das Einsetzen des Akkus geschafft, überwiegt aber wieder das Positive. Wer als Anfänger lange dafür braucht, einer Trompete oder Klarinette überhaupt einen Ton zu entlocken, hat mit dem EWI5000 leichtes Spiel: Mit dem ersten ins Mundstück gehauchten Luftstrom beginnt das elektronische Blasinstrument zu tönen. Das Musizieren findet mit dem EWI5000 entweder drahtlos, per Line Out oder – etwa zum Üben in den eigenen vier Wänden – mit Stereokopfhörer statt.

Drahtloses Spielen per Funkempfänger

Der Funkreceiver kommuniziert mit dem EWI5000 per Stereo Wireless Audio auf der festen Frequenz von 2,4 GHz. Der Receiver wird über USB mit Strom versorgt (an den Computer angeschlossen oder mit Netzteil über das Stromnetz) und verfügt über zwei 6,3 mm Audioausgänge. Das drahtlose Spielen ist insbesondere dort von Vorteil, wo Mobilität gefragt ist, etwa bei Studiosessions und Bühnenauftritten. Nach meiner Erfahrung funktioniert die drahtlose Übertragung zuverlässig.

Spielen über den Line-Out-Stereoausgang

Externe Lautsprecher lassen sich auch über den 6,3 mm Stereo-Klinkenausgang unten am EWI5000 direkt ansteuern. Auch eine Verbindung mit diversen Audioempfängern, mit Mischpulten und Keyboardverstärkern ist möglich.

Spielen mit Kopfhörer

Im unteren Bereich auf der Rückseite des Blaswandlers befindet sich oberhalb des Akkus der 3,5 mm Kopfhöreranschluss. Da das EWI5000 die Tonerzeugung selbst besorgt, sind bei aufgeladenem Akku für das Musizieren nichts ausser ein Kopfhörer und der Blaswandler selbst notwendig.

Das EWI5000 als MIDI-Controller

Das EWI5000 kann per Funk gespielt werden und bei Bedarf verfolgt der Musiker sein Spiel zugleich über Kopfhörer mit. Zusätzlich zu den drei Spielarten ist der Blaswandler auch als MIDI-Controller verwendbar. Dazu wird das Gerät im ausgeschalteten Zustand entweder per USB-Kabel mit dem Computer oder über den fünfpoligen MIDI-Anschluss mit dem jeweils anzusteuernden Soundmodul verbunden. In diesem ausgeschalteten Zustand sendet der Blaswandler keine Audiosignale an den Computer, sondern ausschliesslich MIDI-Informationen. Wireless MIDI unterstützt das EWI5000 allerdings nicht bereits ab Werk. Dazu benötigt man ein zusätzliches Wireless-MIDI-System.

Bedienteile und Funktionen des EWI5000

Mundstück des EWI5000

Das Mundstück besteht aus einem relativ weichen, gummiartigen Material. Persönlich fand ich das Gefühl im Mund etwas gewöhnungsbedürftig. Da ist mir das saxophonähnliche Mundstück beim Aerophone AE-10 lieber. Das Mundstück des EWI5000 verfügt über einen Biss- und einen Atemluft-Sensor. Je nach Anblasdruck und Luftstrom verändert das EWI5000 Lautstärke und Klangcharakteristik. Für die Tonerzeugung ist nur ein relativ schwacher Luftstrom erforderlich. Die Atemtechnik will erlernt sein, sie unterscheidet sich von klassischen Blasinstrumenten. Die Lippen umschliessen das Mundstück nicht luftdicht, sondern lassen einen Grossteil der Atemluft an den Mundwinkeln vorbeiströmen. Einen Vibratoeffekt setzt der Blaswandler über den Bisssensor um: durch leichte Bisse auf das Mundstück.

Zungentechnik, Bisstechnik, Atemtechnik: Allein das Mundstück übernimmt allerhand Funktionen des elektronischen Blasinstruments – für die perfekte Beherrschung sämtlicher Modi bedarf es einer gewissen Ausdauer beim Üben.

Das Spiel der Finger: Tasten, Rollen und Platten

Die manuelle Bedienung des EWI5000 ist von den Vorgängermodellen übernommen: Musikanten, die mit dem EWI4000s oder EWI USB bereits Erfahrung gesammelt haben, können gleich loslegen. Klarinettisten, Flötisten und andere Bläser müssen sich erst mit den Möglichkeiten der Tastenbelegung befassen.

Gewöhnungsbedürftig dürfte für viele auch die Beschaffenheit der Notentasten sein. Als Saxofonist musst du dich zum Beispiel zuerst damit vertraut machen, dass die Finger nun mit berührungsempfindliche Tasten statt mit Klappen in Kontakt kommen. Wer sich Tonlöcher gewohnt ist, hat es vielleicht etwas einfacher. Zu Beginn wird der eine oder andere ungewollte Ton aber nicht zu vermeiden sein.

Notentasten und konfigurierbare Fingersätze

Die Notentasten reagieren auf leichte Berührungen – empfindliche Tasten, auf die kein mechanischer Druck ausgeübt werden muss. Sollte das nicht immer wunschgemäss klappen – beispielsweise weil die Finger zu trocken sind – wird vom Hersteller die Verwendung einer nicht fettenden Hautcreme empfohlen, damit die Sensoren verlässlich ansprechen.

Ich hatte zu Beginn tatsächlich am meisten Anlaufschwierigkeiten mit der Reaktion der Sensoren auf meine Finger. Noch heute habe ich manchmal das Gefühl, dass mein EWI5000 abhängig vom Wetter und davon, ob ich trockene Hände habe, nicht immer gleich zuverlässig reagiert.

Besonders wichtig ist beim EWI5000 aufgrund der berührungsempfindlichen Tasten aber, dass du deine Finger sehr präzise platzierst. Wenn du bei einer Klarinette eine Klappe etwas unsauber drückst und dabei eine andere Klappe noch berührst, kommt unten dennoch der gewünschte Ton heraus. Wenn du beim EWI5000 nur leicht danebengreifst und dabei einen andere Taste berührst, wird irgendein Ton erzeugt, aber sicher nicht der gewünschte.

Zusätzlich zum Standardfingersatz – welcher der Belegung von Holzblasinstrumenten nachempfunden ist – lassen sich beim EWI5000 weitere Fingersätze festlegen, die jenen auf Blasinstrumenten wie Saxofon, Oboe oder C-Flöte ähneln. Falls du mehr über darüber erfahren willst habe ich einen separaten Blogbeitrag dazu verfasst: Griffsysteme bei Blaswandlern.

Oktavrollen

Statt der Oktavklappen wie beim Saxofon wartet das EWI5000 auf der Instrumentenrückseite mit acht Oktavrollen auf, um den Oktavbereich zu verschieben. Zwei dieser acht Rollen haben eine geriffelte Struktur: Zwischen diesen beiden Rollen liegt der linke Daumen in der Standardposition. Die anderen sechs Rollen sind glatt: vier oberhalb der Standardposition, um die Oktave zu erhöhen, und zwei unterhalb der Standardposition, um eine tiefere Oktave auszuwählen.

Bevor ich meine ersten Schritte mit dem EWI5000 machte, hatte ich am meisten Bedenken, ob ich mit diesen ungewohnten Oktavrollen zurechtkomme. Auf dem Saxophon bzw. der Klarinette muss sich der Daumen für die Oktav- bzw. Duodezimklappe nur leicht bewegen, während sich der Daumen für die Bedienung der Oktavrollen beim EWI5000 mehrere Zentimeter nach oben oder nach unten verschieben muss.

Tatsächlich haben sich die Oktavrollen zu Beginn für mich etwas "holprig" angefühlt. Ich denke aber inzwischen, dass das "Rollensystem" eine sehr gute Lösung ist und bestens funktioniert – vorausgesetzt man übt es. Gewöhngsbedürftiger als die Oktavrollen waren für mich die berührungsempfindlichen Tasten beim EWI5000.

Erdungsplatte und Gleitplatte

Neben den acht Oktavrollen befinden sich auf der Rückseite des EWI5000 zwei längliche Metallplättchen: Links die Erdungsplatte sowie rechts die Gleitplatte: Während der linke Daumen, zwischen zwei Oktavrollen liegend, stets die Erdungsplatte berühren muss, um die Tonerzeugung zu gewährleisten, ermöglicht die Gleitplatte die Phrasierungstechnik des Portamento, das Verbinden zweier aufeinanderfolgender Noten als Gleiteffekt.

Der linke Daumen übernimmt somit beim EWI5000 eine zusätzliche Funktion, die er bei einem akustischen Blasinstrument nicht hat. Dies ist eine zusätzliche Umstellung für jemanden, der noch nie ein EWI gespielt hat – und für mich eine Umstellung, die ich noch nicht vollständig gemeistert habe, weil ich zu wenig mit dem EWI5000 übe. Die Portamento-Funktion ist aber auch nicht eine zwingende Voraussetzung, damit man mit dem EWI5000 musizieren kann, finde ich. Es ist eine zusätzliche Möglichkeit, die man nutzen kann oder auch nicht.

Pitch-Bend-Platten

Unter Oktavrollen, Erdungs- und Gleitplatte befindet sich auf der Rückseite des EWI5000 der Clip zum Einhängen des Trageriemens und eine Taste zum Anzeigen des aktuellen Sounds respektive zum Wechseln zwischen den Sounds. Darunter liegen wieder zwei Spielfunktionsplättchen – die Pitch-Bend-Platten: Auch hier ist man von Herstellerseite einen Kompromiss eingegangen und hat eine weitere im Vergleich zu klassischen Instrumenten fehlende Funktion anhand eines manuellen Reglers integriert: Das Pitch-Bending, die gleitende Tonhöhenänderung, übernimmt beim EWI5000 das Daumenspiel an diesen beiden Pitch-Bend-Plättchen. Indem man den rechten Daumen nach oben oder nach unten kippt, berührt man die obere oder untere Pitch-Bend-Platte und kann damit eine gleitende Tonhöhenänderung erzeugen.

Holdtaste, Intervalltaste

In etwa gleicher Höhe der Pitch-Bend-Platten, aber an der Seite vorne liegen Hold- und Intervalltaste – um im Hold-Modus die erste Note nach Bedarf während des weiteren Spiels zu halten oder beim Spielen einer Note einen Ton als Intervallton erklingen zu lassen: Sowohl Hold- als auch Intervallfunktion sind im Setup-Mode einstellbar. Dies sind für meine Begriffe Funktionen für fortgeschrittene Musiker. Ich nutze diese Funktionen bisher noch nicht.

Weitere Einstellungs- und Programmiertasten, Effekt- und Pegeltasten

Sechs weitere kleine Knöpfe auf der Geräterückseite fungieren als Anzeige- und Funktionsschalter oder als Effektwechsler und zum Transponieren. Voreinstellung und Feinabstimmung des Akai EWI5000 haben einen recht umfangreichen Satz an Funktionalitäten zu bieten, die auch für routinierte Musiker nicht gleich erkennbar sind.

Individuelle Anpassung per Parameter-Regler

Ein wichtiger Punkt bei der Anpassung des elektronischen Blasinstrumentes an das individuelle Spiel sind die Parameter-Regler, die sich oberhalb des Displays befinden und hinter einer Abdeckung verborgen sind. Mit diesen acht Reglern lassen sich unzählige Einstellungen verändern, zum Beispiel:

  • Wie gross soll der Atemstrom sein, um einen Ton zu erzeugen
  • Wie bissempfindlich soll das Mundstück reagieren
  • Chorus- und Reverbeffekt
  • Einstellung der Modulationsstärke per LFO
  • etc.

Für mich als Blaswandler-Neuling waren alle diese Funktionen zu Beginn ein Buch mit sieben Siegeln. Auch noch heute befasse ich mich möglichst wenig damit, denn ich will mit dem EWI5000 vor allem musizieren. Falls du aber zur zweiten Kategorie von Blaswandler-Musikanten gehörst und dich intensiv mit synthetischer Klangerzeugung und MIDI auseinandersetzen willst, bietet dir das EWI5000 eine grosse Spielwiese. Es gibt unzählige Möglichkeiten, um das Instrument möglichst auszureizen. 

Vorsicht als EWI5000-Neuling

Für neue EWI5000-Spielerinnen und -Spieler bedeuten diese Parameter vor allem eines: Sollte das EWI5000 "out of the box" auch nach einigen Stunden Übung noch nicht so funktionieren, wie du es dir gewünscht hast, wirst du nicht darum herumkommen, dich mit den Einstellungen des EWI5000 zu befassen. Ich empfehle allerdings, vorsichtig vorzugehen, weil sich das Verhalten des EWI5000 doch sehr stark verändern kann, wenn man einfach an irgendwelchen Knöpfen dreht, bevor man weiss, was man damit bewirkt. Im schlimmsten Fall kann das EWI5000 aber immer wieder auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden

EWI5000-Sounds: vom Blasinstrument bis zu synthetischen Sounds

Das EWI5000 wartet mit einer 3 GB grossen Soundbibliothek auf, mit 100 vorinstallierten Sounds: Preset Bank 0 bis 99. Die Sounds gliedern sich ungefähr zur Hälfte in klassische Instrumentenklänge und progressive Sounds. Vom Baritonsaxofon über Trompete, Flöte, Posaune, Klarinette, Horn, Fagott, Oboe finden sich "echte" akustische Instrumente in der Soundbibliothek... sogar eine Mundharmonika ist in der Programmliste vorhanden. Zu den elektronischen Klängen zählen diverse Orgelsounds sowie Kreationen namens Electro Rezo, Big Woop oder Wide Fuzz.

Neben der Preset Bank existiert eine User Bank, in welcher dieselben Sounds gespeichert sind: Während die 100 Klangvorlagen in der Preset Bank stets erhalten bleiben, lassen sie sich jene in der User Bank durch 100 selbstkreierte Sounds ersetzen.

Falls du hören willst, wie die die vorinstallierten EWI5000-Sounds klingen, findest du hier meine Beispiele zu allen vorinstallierten Klängen des EWI5000.

Das EWI5000 lässt sich per USB an Windows und Mac stöpseln, um die User Bank über den EWI5000-Soundeditor zu bearbeiten. Mit dieser Akai-eigenen Software lassen sich übrigens auch gewisse Parameter des EWI5000 über den Computer statt direkt am Instrument verändern. Die Systemanforderungen sind mit 1 GHz Prozessor und 2 GB RAM von den meisten heutigen Computern leicht zu stemmen. 

Das neuere EWI5000 White

Seit 2019 gibt es neben dem schwarzen EWI5000 auch eine weisse Version: das EWI5000 White. Das weisse Modell ist etwas teurer als das schwarze, allerdings ist die Funktionalität des EWI5000 White identisch mit dem EWI5000: es hat das gleiche Mundstück, die gleiche Soundbibliothek von SoniVox, die gleiche Anordnung der berührungsempfindlichen Tasten und so weiter und so fort. Einziger Unterschied ist also die Farbe. 

Fazit: solides elektronisches Blasinstrument

In einem kurzen Artikel wie diesem ist es natürlich unmöglich, auf sämtliche Einstelloptionen einzugehen oder das gesamte Anwendungsspektrum des EWI5000 zu besprechen. Feedback und Rezensionen zu dieser mittlerweile ein paar Jährchen alten Kreation der Blaswandlerfabrik Akai Professional sind in meiner Wahrnehmung aber mehrheitlich positiv. 

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Auch ich bin sehr zufrieden mit dem EWI5000. Aus meiner Sicht ist es aber wichtig, einen solchen Blaswandler als eigenständiges Instrument zu betrachten. Sobald man es zur besseren Trompete hochstilisiert oder als allumfassenden Saxofonersatz sieht, wird man enttäuscht. Obwohl Akai den Zugang für klassische Blasmusiker mit ähnlichen Fingersätzen erleichert, ist das EWI5000 kein variabler Ersatz oder eine preisgünstige Alternative zur Querflöte, zur Oboe, zum Fagott oder zu einem anderen akustischen Instrument. Für mich ist das EWI5000 ein eigenständiges elektronisches Blasinstrument mit seinen eigenen Tücken und Vorteilen.

Hier ein kleines Müsterchen von mir mit meinem EWI5000: